Sprachreise der 8. Klasse nach Malta
Wie jedes Jahr stand auch 2003 wieder ein Englischsprachkurs auf dem Programm der achten Klassen. Bedingt durch die politische Weltlage und der Teilnahme Großbritanniens am Irakkrieg fiel die Wahl der Eltern, SchülerInnen und Lehrer diesmal auf Malta, eine kleine Insel im Mittelmeer, deren offizielle Landessprache Englisch ist. Innerhalb kürzester Zeit wurde alles organisiert und gebucht. Am 3. Mai bewegte sich die ganze SchülerInnengruppe von Rosenheim per Bahn zum Flughafen, alle in aufgeregter und freudiger Stimmung. Am Flughafen kamen noch zwei SchülerInnen der Montessorischule Riemerling dazu; längerfristig ist geplant die Sprachreise mit dieser Montessorischule gemeinsam zu organisieren und durchzuführen.
Nach einem angenehmen, ruhigen Flug mit einer wunderbaren Sicht auf Sizilien und den Ätna kamen wir in Malta an. Beim Transfer mit dem Bus in unsere Apartmentanlage konnten wir schon einen ersten Eindruck von der Insel gewinnen.Wenig Vegetation, sehr stark zersiedelt und leicht orientalischer Touch. Den ersten Abend verbrachten wir in der Nähe unseres Apartments am Strand, betrachteten den Sternenhimmel, lauschten dem nicht nachlassenden Autoverkehr - die Malteser sind ein Nachtvolk - und planten den Sonntag, unseren einzigen schulfreien Tag auf der Insel.
Wir fuhren mit den typischen maltesischen Oldtimerbussen quer durch die Insel - das ist ohne weiteres machbar, da Malta nur eine Länge von ca. 30 km hat. Wir besichtigten die alte Hauptstadt der Insel, Medina, legten anschließend eine längere Pause an einer Klippenküste ein und fuhren mit einem Fischerboot in die blaue Grotte.
Am Montag machten wir uns gemeinsam mit unseren Lehrern auf den Weg zu der Inlingua Sprachenschule, die nur 20 Minuten zu Fuß von unserer Unterkunft entfernt war. Nach einem Eignungstest wurden wir in die für uns geeigneten Gruppen eingeteilt. Manche von uns waren in der Gruppe international besetzt - Japaner, Tschechen, Russen, und so waren wir mehr oder weniger gezwungen uns auch in den Pausen auf Englisch zu unterhalten.
Der Unterricht war die ganze Woche über toll. Unsere Lehrerinnen waren witzig, erklärten alles super und wir hatten irgendwann keine Scheu mehr, in der fremden Sprache zu sprechen. Das Unterrichtsmaterial, das wir mitnehmen durften, war sehr ansprechend gestaltet und wir arbeiten auch jetzt noch in der Freiarbeit mit den Inlingua-Arbeitsheften.
Am Nachmittag hatten wir frei und es gab jeden Tag Programm - entweder Strand und Spiele oder Kultur. Wir besuchten die Hauptstadt Valetta, eine sehr schöne alte Stadt, wo wir Andenken kauften und uns eine sehr interessante Multivisionsshow über die Geschichte der Insel ansahen. In den engen Gassen konnte man wunderbar bummeln, Eis essen, sich in ein Cafe setzen und andere Schüler treffen, die auch für einen Sprachkurs auf der Insel waren. Insgesamt war die Woche rundum sehr gelungen, nur leider viel zu kurz.
Die Unterbringung in den Apartments fanden wir für den Klassenzusammenhalt sehr wichtig - wir mussten uns arrangieren, gemeinsam das Abendprogramm gestalten und wir fanden es auch sehr schön, uns zwischendurch mal wieder in unserer Muttersprache zu unterhalten. |