Pädagogisch-methodische
Rahmenbedingungen
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Vorbereitete Umgebung
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| Das Kind benötigt seiner jeweiligen Entwicklungsstufe entsprechend eine
andere Umgebung. Die vorbereitete Umgebung ist also flexibel,
unterschiedlich und fordert Einfühlung, Kenntnis und Fantasie der Erzieher
heraus.
- Die Architektur des Schulgebäudes:
Licht und freundlich, abgestimmt auf die Bewegungsbedürfnisse.
- Die Ausstattung und Mobiliar der Klassenräume:
Ästethische Qualität, Raumeinteilung für Bewegungsfreiheit.
- Das Material:
Es soll durch Form und Farbe das Kind fesseln, es soll die
Fehlerkontrolle mit einschließen, selbständiges Lernen ermöglichen.
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Die Person des Lehrers und der Lehrerin
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- sie beobachtet,
- hat Geduld,
- hat Vertrauen in das Kind und in die verborgenen Schöpferkräfte,
- ist bereit zu helfen, wenn das Kind Hilfe braucht,
- ist bereit, sich zurückzuziehen, sobald das Kind in eine Tätigkeit
vertieft ist,
- hat lebhaftes Interesse am seelischen Wachstum und intellektuellem
Fortschritt des Kindes,
- lässt sich vom Kind und seiner Entwicklung führen.
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Sozial-emotionales Lernen
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- Sensible Phasen
Die Kindheit und Jugend eines Menschen ist ein Entwicklungsprozess, der in
Phasen gegliedert ist. Hierbei spielen die sensiblen Phasen des Kindes
eine Hauptrolle. Sie treten als Lern- und Arbeitsinteressen auf, die
nacheinander und/oder gleichzeitig in unterschiedlicher Intensität
vorkommen (z.B. Arbeits- und Lernschübe für Lesen, Schreiben und Rechnen
ab dem 6. Lebensjahr). Dies wiederum hängt von der Begabung und der Umwelt
des Kindes ab. Während einer sensiblen Phase eignet sich das Kind die
jeweiligen Sachverhalte besonders leicht an.
- Polarisation der Aufmerksamkeit
Dies ist die zielgerichtete Konzentration und die Fähigkeit des Menschen,
sich intensiv mit Lerngegenständen zu beschäftigen und Lerninhalte in sich
aufzunehmen. Schon das Kind sucht inneren Gesetzen folgend sein
Beschäftigungsfeld. Dabei entfaltet es sich selbst und ist Bildner seiner
Persönlichkeit. Es organisiert sein Handeln und entwickeln beim Sammeln
und Verarbeiten von Daten und Fakten seine Fähigkeiten. Die freie Wahl des
Lerngegenstandes ist Voraussetzung dafür, dass sich das Kind ganz und gar
auf seine Tätigkeit einlassen kann.
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Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung des Kindes
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- Soziale Erziehung
Das Miteinanderleben und -lernen steht im Mittelpunkt der
Montessori-Schule. Unsere Kinder sollen die Fähigkeit entwickeln, auf
andere Rücksicht zu nehmen und jeden einzelnen als Person zu akzeptieren.
Durch die Betonung dieser Werte soll im Schulalltag Konkurrenzdenken
abgebaut und das gemeinsame Bewältigen von Aufgaben gefördert werden.
Umgesetzt wir dies durch die Freiarbeit und die Jahrgangsmischung als
wesentlicher Beitrag zum sozialen Lernen. Durch Klassenversammlungen,
Mediationen durch eigens ausgebildete Streitschlichter, gemeinsame
Projekte und Aufenthalte in Schullandheimen sammeln unsere Schülerinnen
und Schüler weitere soziale Erfahrungen.
- Kosmische Erziehung
Die Aufgabe dabei ist, dem Kind eine Vorstellung des Zusammenwirkens in
der Natur, von Mensch und Natur, sowie Wissen über die Welt der
Geographie, Astronomie, Geologie, Chemie, Physik, Biologie, Politik,
Soziologie und Geschichte zu vermitteln. Die Vernetzung aller dieser
Bereiche konkret zu erleben und vernetztes Denken zu fördern, ist das
Hauptanliegen der kosmischen Erziehung. Damit die Kinder im Schulalltag
möglichst viele konkrete Begegnungen und Erfahrungen mit dem
Naturgeschehen machen, findet der Unterricht auch außerhalb des
Schulgebäudes statt.
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