Streitschlichter -Kinder lernen selber Streit zu schlichten |
| "Ich mag keinen Streit" ist die häufigste Antwort auf die Frage, warum
Kinder an unserer Streitschlichterausbildung teilnehmen. Seit mehreren Jahren
bilden wir an unserer Schule in größerem Umfang Schüler und Schülerinnen zu Streitschlichtern
aus. Sie haben durch Spiele zur Steigerung ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung und durch Rollenspiele gelernt, wie man sich und andere besser einschätzen kann, wie man Gefühle spürt und bei anderen erkennt, wie man aktiv zuhört, wie man Ich-Botschaften gibt, wie man Gespräche sinnvoll und aufmerksam führt. Diese Übungen wurden ergänzt durch Informationen über Konflikte und ihre Entstehung, über die einzelnen Phasen einer Schlichtung und über die dabei geltenden Regeln. Schlichtungen wurden und werden immer wieder durch Rollenspiele geübt und so sind inzwischen viele unserer Schülerinnen und Schüler kompetent im Umgang mit und im Lösen von Konflikten. Dabei gehen wir von einigen Grundannahmen aus:
Nach der Begrüßung werden die Regeln geklärt (Vertraulichkeit, keine Angriffe, ausreden lassen, zuhören, Bereitschaft zur Mitarbeit). Anschließend stellen die Konfliktparteien das Problem aus ihrer jeweiligen Sichtweise dar. Danach wird im Gespräch der Konflikt untersucht und erhellt. Die Streiter selber schlagen dann Lösungsmöglichkeiten vor und einigen sich auf eine davon. Die Streitschlichter achten dabei auf die Einhaltung der Regeln, fassen immer wieder zusammen, spiegeln und fragen nach und protokollieren den Verlauf und die getroffenen Vereinbarungen. - Das sind nicht immer leichte Aufgaben! - Aber, wenn eine Schlichtung geschafft ist, sind zu Recht alle Beteiligten sehr stolz und zufrieden. Nur - leider - oder als positive Begleiterscheinung - gibt es an unserer Schule gar nicht viele Konfliktfälle zu lösen. So betrachten wir die Streitschlichterausbildung vor allem als Beitrag zur Steigerung der Sozialkompetenz der Kinder und freuen uns über die positiven Auswirkungen im Sozialverhalten. |